Andalucia

ATLANTISCH GENIESSEN

AN DER COSTA DE LA LUZ

 

Warum sollte man eigentlich nach Andalusien verreisen?

 

...Die Frage könnte auch lauten, warum nicht?

Andalusien ist groß, abwechslungsreich und wirklich schön. Und da es so viel zu entdecken gibt, wird man sicher (immer) wiederkommen.

 

Zum Beispiel nach Sevilla, eine aufregende Stadt zum Shopping und zum Schlemmen.

Sie gilt als eine der schönsten Städte Europas - wer mal dort war, kann das leicht nachvollziehen. Schon die Architektur der Stadt lässt ihre belebte Geschichte erahnen. Es gibt viele Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die Kathetrale, der Stadtpalast Alcázar und der Palast Casa de Pilatos.

Unbedingt hungrig in die Stadt kommen und eine der zahlreichen ursprünglichen Tapasbars in den Gassen der Altstadt aufsuchen!

Oder nach Jerez zum Sherry-Tasting.

Eine etwas kleinere und sehr charmante Adresse hierzu ist die Bodegas Tradicion.

Plaza Cordobeses, 3

11408 - Jerez de la Frontera (Cádiz)

 

Eine feine Bodega mit ausgesuchten Weinen zur Degustation. Auch die Kunstsammlung des Eigentümers ist durchaus beeindruckend, sie befindet sich in einer angeschlossenen Galerie und beinhaltet u.a. Werk von El Greco und Goya.

Jerez ist nicht nur für seine Sherry-Weine bekannt, sondern auch für seine Reit- und Flamenco-Feste.

Formel-1-Fans sollten außerdem die Gelegenheit nutzen einen Abstecher zum Circuito de Jerez zu machen, wo 1986 erstmals der Gran Prix von Spanien ausgetragen wurde (damaliger Sieger war Ayrton Senna im Lotus-Renault). 1990 wurde der Spanien-Gran-Prix nach Barcelona verlegt. Dennoch hat die Strecke kaum an Bedeutung verloren, sie ist immer noch einer der beliebtesten Teststrecken der Motorwelt und Heimat des Großen Preis von Spaniens der Motorradweltmeisterschaft, eines der meistbesuchten Events der gesamten Motorradwelt.

http://www.circuitodejerez.com/

 

Ebenso lohnt sich ein Besuch in Vejer, um entspannt durch ursprüngliche Gassen zu schlendern, lokale Produkte zu kosten und ein Stück natürliches Andalusien zu erleben.

 

Mein Tipp: Ein Glas Wein und ein paar leckere Tapas in der Bar Abaceria La Oficina, etwas Abseits der Hauptstraßen. Alle Zutaten werden täglich frisch eingekauft (daher kann es schon mal sein, dass nicht alles auf der Karte verfügbar ist).

 

Vejer, das "Weisse Dorf", liegt übrigens spektakulär auf einer Felsnadel 200m über dem Meeresspiegel, fernab des Strandlebens, an der alten N340, die von Tarifa entlang der Atlantikküste nach Cadiz führt. Sie ist eine sehr alte Stadt, die stets sehr umkämpft wurde. Im Lauf der römischen Kriege gegen Karthago wurde Vejer 216 vor Chr. zunächst von den Römern eingenommen und diente ihnen als Sprungbrett zur Eroberung von Cadiz.

Später übernahmen die Vandalen das Dorf und im 4. Jh. nach Chr. breitete sich durch die Gothen das Christentum aus.

Im 8.Jh. wurde Vejer Teil des arabischen Reiches von Al Andalus. Doch ab dem 13. Jahrhundert begann die Rückeroberung der Christen (=Reconquista), die Vejer 1292 endgültig einnahmen. Seither trägt das Städtchen mit der bewegten Vergangenheit den Zusatz "de la Frontera" = "an der Grenze".

Ein typischer Zusatz hinter vielen Orten der Region um Jerez, der von einem lange umkämpften Gebiet zwischen Mauren und Christen zeugt.

#Vejer

 

 

Von der Stadt ans Meer...

 

Mit mehr als 1000 Kilometer Küste ist Andalusien außerdem mit vielen wunderschönen Badestränden gesegnet.

 

Mein Beachtime-Favorit ist das Gebiet rund um Chiclana de la Frontera.

 

Längst kein Geheimtipp mehr, aber dennoch sehenswert und authentisch: Conil de la Frontera.

#Conil

Früher vor allem von Rucksack- und Individualtouristen sowie Sprachschülern besucht, hat sich Conil seine Ursprünglichkeit bewahrt und den "Massen-Tourismus" mit den großen 4-5 Sternehotels ein paar Kilometer vor die Stadtgrenze gesetzt, nach Novo Sancti Petri.

Vor Conil verläuft ein mehr als 150 m breite Sandstrand. Der Stadtstrand ist vom Stadtzentrum bequem zu Fuss zu erreichen, auch Parkplätze gibt es reichlich. In der Hauptsaison (Juni-September) werden hier Chiringuitos (Strandbars) aufgestellt.

Im Westen liegen die Calas del Cabo de Roche, kleine Sandbuchten zwischen steilen Felswänden.

Im Osten grenzt der Playa de los Bateles an, dieser Strandabschnitt reicht vom Turm "Castilnovo" ca. 2 km bis zur Flussmündung des Rio Salado.

 

Mein Strandtipp:

 

La Barrosa

Mit einer Länge von 6 km aus feinem, goldfarbenem Sand teilt sich La Barrosa in zwei unterschiedliche Abschnitte. Ein Teil mit Strandpromenade, kleiner Fußgängerzone, Parkplätzen, Restaurants, Strandbars usw. Ein zweiter Teil, der von der Strandpromenade bis zum Turm "Torre del Puerco" reicht - der südlichen Stadtgrenze Chiclanas.

In diesem Teil liegt die Urbanisation "Novo Sancti Petri", eine riesige touristische Anlage mit mehreren, großen 4-5 Sterne-Hotels, Golfplätzen und Einkaufszentren. Der Strand ist aber wunderschön.

 

Oder

 

La Fontanilla

Ursprünglicher Strand, sehr schön zum Strandspaziergang. Je nach den Gezeiten kann man westwärts mal länger, mal weniger lang am Strand parallel zur Steilküste entlang schlendern. Oder man läuft Richtung Osten nach Conil und weiter zum Playa de los Bateles.

 

 

 

 

Hungrig nach dem Sonnenbad?

 

Dann probiere doch mal ein paar Fischtapes in der Bar Los Hermanos. Chocos, Boquerornes, Calamares ... dazu ein frisch gezapftes Cruzcampo oder einen Vino. Sicherlich, die leichte Küche ist das nicht, da alle Tapas fritiert sind, doch im Urlaub sollte man ja auch nicht zu asketisch sein.

Die Bar ist schon seit vielen Jahren in Familienbesitz und wenn sie um 20:30 Uhr öffnet innerhalb kürzester Zeit gerammelt voll. Am besten bestellt man direkt an der Theke, auf welcher die Kellner jede Bestellung mit Kreide notieren und geht wieder nach draußen, um das rege Treiben in den Gassen von Conil zu beobachten.

 

Wer Lust hat auf ein ordentliches Stück Fleisch, der sollte ein Solomillo im Blanco Y Verde essen gehen.

Das Restaurant befindet sich in der Neustadt von Conil und ist einem Hotel (Familienbetrieb) angeschlossen. Sehr lecker! Gute Athmosphäre. Das Filetsteak wird übrigens nur kurz angegrillt und innen noch fast roh auf einem heißen Tonteller serviert, so bleibt es sehr saftig und kann individuell auf dem Teller nachgegart werden.

 

Für Fischliebhaber, zwar längst kein Geheimtipp mehr, aber immer noch ausgesprochen gut und mit einem wunderschönen Blick auf den Atlantik gesegnet: Das Restaurante la Fontanilla. Ein sehr sympathischer Familienbetrieb, mit direkter Strandlage, insbesondere auch bei Einheimischen beliebt.

An Feiertagen (Ostern) geht es hier besonders laut und hektisch zu, aber das tut der Athmosphäre keinen Abbruch, im Gegenteil. Auch wenn man dann ca. 1 Stunde auf seinen Tisch wartet, nutzt man die Zeit am besten mit einem Glas Wein und ein paar Tapas an der Bar und schaut dem lebhaften Treiben zu.

#RestaurantLaFontanilla

 

 

 

Ein Ausflug, der sich lohnt...

 

Von April bis Oktober besteht die Möglichkeit eines der Firmm Forschungsboote auf dessen Ausfahrt in die Straße von Gibraltar zu begleiten, um die dort lebenden Delfine und Wale zu beobachten. Wer das Glück hat im Juli oder August in Andalusien zu sein, kommt dabei vielleicht außerdem in den Genuss die Orcas zu sichten, die in diesen Monaten die Gewässer besuchen und bei den Booten der Thunfischfänger leichte Beute machen wollen.

Die Firmm-Boote legen mehrmals täglich von Tarifa ab, sofern der Wetterforcast mitspielt.

Mehr dazu auf http://www.firmm.org/de/

Tarifa ist übrigens ein sehenswertes "Piratenstädtchen" und eine Hochburg für Wind- und Kitesurfer, inzwischen zwar mit recht "rausgeputztem" Altstädchen, wirkt es dennoch deutlich weniger schick als Sevilla, Cadiz oder Marbella. Es hat immer noch was Verruchtes...

Wer möchte kann von hier aus in 35min mit der Fähre nach Marokko übersetzen und dem afrikanischen Kontinent einen kurzen Besuch abstatten.

 

 

#Whalewatching